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Prof. Dr. Gerd Langguth
Formale Hinweise zur Anfertigung einer Magisterarbeit - gilt prinzipiell auch für Doktor- und Seminararbeiten - (Stand: 18. September 2007) ________________________________________________________________________________________________________________________________
1. Vorbemerkung: Die Magisterarbeit ist das Abschlussprojekt eines erfolgreichen Studiums. Mit der Anfertigung einer schriftlichen Arbeit soll der Kandidat oder die Kandidatin (§ 20 MPO) nachweisen, dass er oder sie imstande ist, ein begrenztes Problem aus einem Hauptfach in angemessener Zeit selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Es kommt also in erheblichem Maße darauf an, dass der Kandidat oder die Kandidatin inhaltlich die Fähigkeit zu selbstständiger wissenschaftlicher Analyse und äußerlich zu sachgerechter Darstellung der gewonnen Erkenntnisse unter Beweis stellt. Da häufig Unsicherheiten über die äußere Form der Magisterarbeit bestehen, seien hier einige Hinweise gegeben: 2. Formalia: · 80 – 100 Seiten (ohne Literaturverzeichnis) · Schriftart: Times New Roman oder Arial · Schriftgröße für Text: 12 Pts. · Schriftgröße für Fußnoten: 10 Pts. · Absatz: 1,5 Zeilen, Blocksatz · Ränder: 3 cm links, 3 cm rechts 3. Themenwahl: Bei der Auswahl einer Themenstellung zu Anbeginn der Magisterarbeit sollte beachtet werden, dass ein Thema in dem vorgeschriebenen Zeitraum in der Regel von vier Monaten bearbeitet werden muss. Ausnahmen sind möglich, wenn es sich hier um eine in besonderer Weise empirische Arbeit handelt; in diesem Falle kann die Zeitdauer bei der Beantragung der Magisterarbeit bei der Fakultät auf sechs Monate festegelegt werden. Die zugrundliegende Fragestellung sollte also hinreichend präzisiert werden. Der Titel der Magisterarbeit sollte die zentrale Fragestellung der Arbeit wiedergeben und einen sinnvollen Bezug zum Inhalt aufweisen. Die Magisterarbeit umfasst 80 bis 100 Seiten ohne Literaturverzeichnis. Dabei ist die Herausforderung, eine Themenstellung auf nur 80 Seiten analytisch gehaltvoll abzuhandeln, größer als sich auf 100 Seiten in einem Thema zu ergehen. 4. Gliederung: Die Gliederung ist die konzeptionelle Grundlage der Arbeit, die in übersichtlicher Form die Systematik, den Inhalt und Aufbau der Magisterarbeit aufzeigen soll. Sie gliedert sich in aller Regel in Einleitung, Hauptteil und Schlussbetrachtung, die auch als solche zu bezeichnen sind. Die Gliederung gibt Auskunft über die sinngebende und ausgewogene Aufteilung der einzelnen Teilbereiche im ganzheitlichen Zusammenhang. Die Gliederung umfasst höchstens zwei Seiten. Die Gliederung erfolgt nach dem standardisierten Schema: I. Einleitung 1. Kapitelüberschrift a) Untertitel aa) Untertitel 5. Einleitung: In der Einleitung legt der Kandidat oder die Kandidatin (1.) die zentralen Fragestellungen seiner Untersuchung dar, zeigt (2.) die Methode der Arbeit im Zuschnitt auf die Fragestellung auf und gibt (3.) einen Überblick über den gängigen Forschungsstand zur Fragestellung. Wichtiger Bestandteil der Einleitung ist die Begründung der Betonung oder Vernachlässigung mit dem Untersuchungsgegenstand zusammenhängender Aspekte. Die Einleitung soll den Leser mit den grundlegenden Problemen der Arbeit vertraut machen und zur Lektüre anregen. Eine gelungene Einleitung empfiehlt sich insbesondere durch die sachgerechte Formulierung zugespitzter Thesen, die vertretbar und begründet sein müssen. 6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse der Magisterarbeit und bietet idealerweise einen Ausblick auf Perspektiven, Tendenzen und Entwicklungen auf der Grundlage der gewonnenen Einsichten. Die Schlussbetrachtung ist der bedeutendste Teilbereich der Magisterarbeit, da sie die zentralen Ergebnisse der Analyse einschließt und die Arbeit insgesamt abrundet. Die Länge der Schlussbetrachtung muss dem Umfang der Magisterarbeit gerecht werden und sollte 4-5 Seiten nicht unterschreiten. 7. Rechtschreibung und Zeichensetzung: In der Magisterarbeit soll der Kandidat oder die Kandidatin die Fähigkeit zu selbstständiger Arbeitsweise nach den grundlegenden Regeln der wissenschaftlichen Darstellung beweisen. Der sichere Umgang mit den Grundregeln der deutschen Sprache wird dabei vorausgesetzt. Eine gehäufte Anzahl von Fehlern in Rechtschreibung und Zeichensetzung muss daher zwangsläufig merkliche Abzüge in der Gesamtbewertung nach sich ziehen. Magisterarbeiten, die eine augenfällige Anzahl von Fehlern aufweisen, werden stets mit Abstrichen bewertet und sind damit von ausgezeichneten Benotungen ausgeschlossen. 8. Zitate: Grundsätzlich sollten Zitate sinnvoll und trefflich in den Fließtext eingepasst und kurz gehalten werden, da eine Magisterarbeit eine wissenschaftliche Darstellung und keine Zitatensammlung sein sollte. Manchmal sind längere Zitate jedoch unumgänglich. Alle Zitate, welche die Länge von 3 Zeilen überschreiten, müssen daher im Schriftbild auf 10 Pts. verkleinert und gesondert eingerückt werden. Bitte beachten Sie, dass beim Zitieren von Internetquellen in den Fußnoten keine Unterstreichungen erfolgen (Hyperlinks ausschalten!). 9. Zitieren: Das richtige Zitieren von Quellen und Literatur ist der herausragende Exponent einer wissenschaftlichen Darstellung. Der Kandidat oder die Kandidatin versichert an Eides statt, dass er oder sie alles geistige Eigentum, das nicht seinem oder ihrem eigenen Geiste entstammt, als Entlehnung kenntlich gemacht hat (§ 20 Abs.4 MPO). Jede Fußnote endet mit einem Punkt. Zu zitieren ist wie folgt: Quelle: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit?, 2. Aufl., Bonn 2007, S. 8. Literatur: · Vgl. Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit, 2. Aufl., Bonn 2007, S. 8. Abkürzungen: · Rainer Zufall, Schriftliche Arbeit, a.a.O., S. 8. · Ebd., S. 8. Sammelband mit Aufsätzen: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit?, in: Rainer Zufall (Hg.), Die Grundregeln wissenschaftlicher Darstellung, 2. Aufl., Bonn 2007, S. 8-18, 9. Sammelband mit Aufsätzen aus Reihentiteln: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit?, in: Rainer Zufall (Hg.), Die Grundregeln wissenschaftlicher Darstellung (Schriften zur Wissenschaftslehre), 2. Aufl., Bonn 2007, S. 8-18, 9. Wissenschaftliche Zeitschrift: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Darstellung, in: Der Student. Zeitschrift für universitäres Lernen Bd. 10 (2007), S. 8-18, 9. Tageszeitung: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit?, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Januar 2007. Internet: · Rainer Zufall, Wie verfasse ich eine schriftliche Arbeit?, online abrufbar: http://www.gerd-langguth.de, (Stand: 27. Januar 2007). 10. Bibliographie Die Bibliographie der Magisterarbeit ist in Quellen, Monographien und Aufsätze zu unterteilen. Einen ungefähren Richtwert für den Umfang des Quellen- und Literaturverzeichnisses gibt es nicht, er ist themenspezifisch. Der Umfang unterliegt grundsätzlich keiner Mindest- oder Höchstzahl. Je umfangreicher die Anzahl der verwendeten Quellen und Literatur ist, desto größer wird die Sachkenntnis des Kandidaten oder der Kandidatin sein, wobei Qualität und Quantität der verwendeten Literatur ausgewogen sein muss. Gerd Langguth | |||||||||||||||||||||||||||||