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Rezensionen zum Buch Gerd Langguth, Das Innenleben der Macht. Krise und Zukunft der CDU, Ullstein-Verlag, München 2001, 328 Seiten, 20.95 Hier werden die wichtigsten Rezensionen zu diesem Buch aufgeführt.
Wir beginnen mit:
"Neue Zürcher Zeitung" vom 16./17. Februar 2002 "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 22. Januar 2002 "Politische Studien", Januar/ Februar 2002, Heft 381 "Die Zeit" vom 6. Dezember 2001 "Deutschlandfunk" vom 3. Dezember 2001 "DeutschlandRadio Berlin" vom 2. Dezember 2001 "Berliner Zeitung" vom 10. Dezember 2001 "Stuttgarter Zeitung" vom 30. November 2001 "Rheinischer Merkur" vom 22. November 2001 "Die Welt" vom 19. November 2001 "ntv"- Homepage vom 5. November 2001 "Freie Presse Chemnitz" vom 23. Oktober 2001 "Stuttgarter Nachrichten" vom 6. Oktober 2001
Weitere Rezensionen folgen.
Hier (für Schnelleser) einige zusammenfassende Bemerkungen:
In der Neuen Zürcher Zeitung vom 16./ 17. Februar 2002 heißt es u.a.: "Gerd Langguth ist.....eine bemerkenswerte Studie gelungen, die durch ihre kritische Nähe zum "System Kohl" besticht. Die Rezepturen für die Zukunft der CDU sind ebenso bedenkenswert wie die Analyse der Vergangenheit, die trotz aller Kritik Kohls Verdienste nicht vergisst." __________________________________
Karl-Rudolf Korte schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. Januar 2002 u.a.: "Wissenschaftliche Untersuchungen zum Regierungsstil der deutschen Kanzler und zur Entscheidungspraxis einer großen Volkspartei sind noch immer Mangelware. Gerd Langguth hat akribisch Material gesammelt und lesefreundlich gerade in dem Bereich aufgearbeitet, der den persönlichen Stil des Altkanzlers gut sichtbar macht. (......) Kohl regierte auf dem Fundament seiner Partei vermittelt durch Personen seines Netzwerkes. Langguth verwendet deshalb sehr viele Seiten, um die Einzelakteure des Frühwarnsystems um Kohl herum zu profilieren. So etwas ist als distanzierter Insider teilweise problematisch. Denn der Autor gehörte über viele Jahre auch zur politischen Familie von Kohl. Als ehemaliges Mitglied des CDU-Bundesvorstands, zweier Grundsatzprogrammkommissionen und zahlreicher Ausschüsse verfügte er jahrzehntelang selbst über Insiderkenntnisse der CDU. So wird es vermutlich auch einige der charakterisierten Personen ärgern, wie schonungslos Langguth Stärken und Schwächen charakterisiert. Alle Akteure erscheinen im rein funktionalen Kontext des Kohlschen Machtverständnisses. Doch ein Rachebericht gegenüber ehemaligen Weggefährten ist das nicht. Abgeklärt werden äußerst systematisch die Kontexte des Machtapparates im Detail geschildert. Einige Passagen laden zum Schmunzeln ein, wenn zeitgeschichtliche Größen mit ihren persönlichen Machteitelkeiten vorgeführt werden: Akteursspezifisch wird somit ausgeleuchtet, was innerhalb der systembedingten Führungsämter in Partei und Kanzleramt möglich war." ___________________________
Gerhard Hirscher schreibt in den "Politische Studien" (Heft 381, Januar/ Februar 2002, S.126 - 129 in der Reihe "Das aktuelle Buch") u.a.: "Es ist in jedem Fall eine spannende und lohnende Lektüre - und das nicht nur für Fachwissenschaftler, sondern für alle, die Einblick in das Innere der Macht im Deutschland der 80er und 90er-Jahre erhalten wollen. In der Parteienforschung bräuchte man mehr derartige Beiträge, die theoretische Konzepte mit eigenem empirischen Erfahrungsschatz verarbeiten können. Dies würde helfen, Politik nicht nur im Nachhinein erklären zu können, sondern auch praxisorientierte Beratung für die Parteien wie die Öffentlichkeit zu leisten." _____________________________ Warnfried Dettling schreibt in "Die Zeit" (6.Dezember 2001, Nr. 50) unter der Überschrift "Rücksichtslos offen": "Langguth weiß, wovon er schreibt. Aus dem teilnehmenden ist inzwischen ein kritisch-analytischer Beobachter geworden. Man spürt auf jeder Seite: Er muss jetzt keine Rücksicht mehr nehmen, und das hat dem Buch gut getan. Der Leser erfährt viel über Kohls Politikstil und seine 'Architektur der Macht'. Vor allem aber sind dem Autor lesenswerte Porträts von Schäuble und Merkel, Merz und Stoiber gelungen. Es ist die gute Personalkenntnis, die in Verbindung mit einer rückhaltlosen Offenheit diesem Buch einen besonderen Platz in der einschlägigen Literatur garantiert." ________________________ Andreas Bachmann in der Sendung Das politische Buch des Fernsehens des Bayerischen Rundfunks, 16. Dezember 2001: Das aktuell agierende Unions-Führungspersonal beleuchtet Gerd Langguth in ausführlichen und lesenswerten Portraits.....Gerd Langguth nimmt in seinem Buch kein Blatt vor den Mund, insbesondere nicht, wenn es um Methoden der Parteivorsitzenden Angela Merkel geht, die Macht in der wichtigsten Oppositionspartei die Macht an sich zu reißen, so Langguth wörtlich. _________________________ Günter Müchler führt in seiner Rezension im "Deutschlandfunk" am 3. Dezember 2001 unter anderem folgendes aus: "Für gewöhnlich sind Bücher, in denen es um das Ausloten aktueller Seelenzustände der politischen Parteien geht, nicht besonders anregend. Das liegt ebenso an den knappen Verfallsdaten des Stoffs wie an einer anderen Eigenart des Genres. Nicht selten werden schon auf den ersten Seiten Weihrauch oder Brandgeruch derart spürbar, daß man die Schrift ohne Reue beiseite legt. Das vorliegende Buch von Gerd Langguth mit dem Titel Das Innenleben der Macht. Krise und Zukunft der CDU ist eine Ausnahme von der Regel. Obwohl der Autor der Partei, die er beschreibt, in mehreren Funktionen gedient hat - unter anderem war er Bundestagsabgeordneter der CDU - ist das Buch frei von jedwedem Byzantinismus. Langguth hat eine kritische Studie vorgelegt, die begangene Fehler nicht unter den Teppich kehrt und auch mit Blick auf die Zukunft auf eine rosa Färbung verzichtet.....Alles in allem stellt Langguths Buch eine über weite Strecken zutreffende Momentaufnahme der CDU dar. Auf intelligente Weise verbindet der Autor Insiderkenntnis mit politikwissenschaftlicher Analyse, und weil das Buch flüssig geschrieben ist, liest man es am Ende auch dann mit Gewinn, wenn man nicht jeder Beweisführung folgt. _____________________________ Dieter Jepsen-Föge, Chefredakteur des DeutschlandRadio Berlin führte am 2. Dezember 2001 in seinem Sender u.a. aus: "Wer es jetzt noch wagt, ein Buch über Das Innenleben der Macht", am Beispiel der CDU und ihres langjährigen Vorsitzenden und Kanzlers vorzulegen, kann nur mit Beachtung rechnen, wenn er über besondere Einblicke in dieses Innenleben verfügt. Das trifft für den Politikwissenschaftler Gerd Langguth zu, der schon als Bundesvorsitzender des Ringes Christlich Demokratischer Studenten Helmut Kohl kennen gelernt und der später mit ihm zusammengearbeitet hat, als Bundestagsabgeordneter, als Mitautor von CDUGrundsatzprogrammen, schließlich als geschäftsführender Vorsitzender der KonradAdenauerStiftung. Diese Biographie Langguths wäre allein noch keine Garantie für ein lesenswertes Buch. Dass es aber geradezu spannend ist, liegt daran, dass Langguth mit den Werkzeugen des Politikwissenschaftlers arbeitet und zugleich Zeitzeuge ist. Er war nah genug dran, um das Innenleben der CDU zu kennen und er analysiert doch mit gebotener Distanz, ohne falsche Rücksicht, aber auch ohne den Eindruck zu erwecken, mögliche frühere Widersacher bloßstellen zu wollen. Kurz: Langguth empfiehlt sich als unabhängiger Geist." ______________________________ Christian Bommarius schreibt in der Berliner Zeitung vom 10. Dezember 2001 u.a.: "Der Mann ist informiert. Angela Merkel, Friedrich Merz, Edmund Stoiber kennt Langguth - früher selbst einige Jahre Bundestagsabgeordneter - offenbar zwar eher aus Distanz, doch seiner klugen Analyse ihrer Stärken und Schwächen schadet das keineswegs. Seine differenzierte Charakterisierung Angela Merkels als "gelehrige Schülerin Helmut Kohls" verdient Beachtung." _____________________________ "Der Stern" schreibt im Rahmen eines Artikels über die Kanzlerkandidaten der Union ("Wer soll's sein?") am 29. November 2001: ""Welcher innere Kompass leitet eigentlich die Vorsitzende bei fundamentalen politischen Fragen?", rätselt der CDU-Insider und Professor Gerd Langguth in einer schonungslosen Analyse der Krise der CDU ("Das Innenleben der Macht")." ____________________________ Klaus Escher schreibt im "Rheinischen Merkur" (Nr. 47, 23. November 2001): "Gerd Langguth hat mit seinem neuen Buch ein großes Sittengemälde der CDU gemalt. (...) Es entsteht eines der genauesten Bilder der CDU (...) und zugleich eine große Parabel über den Aufstieg und Verfall der Macht - nebst all ihren Begleitumständen wie Eitelkeit, Trotz, Übermut, Genuss und Hybris.....) Ein lesenswertes und gut lesbares zeitgeschichtliches Brevier." ____________________________ Der Generalanzeiger Bonn (Ulla Thiede) schreibt am 28. November 2001 u.a.: "Gerd Langguth gibt in seinem Buch Das Innenleben der Macht einen systematischen Abriss des "Systems Kohl", analysiert die Gründe für die Wahlniederlage der Union 1998 und widmet sich dann der Spendenaffäre und ihren Folgen für die Partei. Am interessantesten - auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion über die politische Zukunft Schäubles - sind. Langguths Ausführungen über die Mitverantwortung des Letzteren am Wahlausgang 1998 und seine Rolle in der Spendenaffäre." ___________________________ Der SPD-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig schreibt in "Die Welt" vom 19. November 2001 u.a.: "Den beschwerlichen Weg der CDU der letzten Jahre hat Gerd Langguth in einem Buch skizziert. Als Politikwissenschaftler und ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter hat Langguth gute Einblicke in seine Partei. So schreibt er mit viel Detailkenntnis über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jener Partei, die ohne Übervater Helmut Kohl so schwer zusammenzuhalten ist. ... Das Innenleben der Macht lebt von den Erfahrungen des Autors als Politikwissenschaftler und Politiker. Der Bonner Professor legt eine kenntnisreiche und meist angenehm zu lesende Schau der CDU vor. ... Das Buch ist ein Gewinn für all diejenigen in der Union, denen an einer ehrlichen Aufarbeitung der Vergangenheit unter Kohl, die eigentlich nie wirklich auf den Weg gebracht worden ist, gelegen ist. Es sollte Standardlektüre der Union werden." ________________________ Andreas Kock schreibt im redaktionellen Teil der Homepage von nt-v vom 5. November 2001 u.a.: "Zwei Jahre nach dem Aufkommen der Spendenaffäre ist die Partei in keiner guten Verfassung. Das Spitzenpersonal ist augenscheinlich führungsschwach, die letzten Wahlen auf Landtagsebene hat man mit zum Teil starken Blessuren absolviert und die Umfragewerte im Hinblick auf die Wahlen 2002 sind nicht berauschend. Und wofür die Union programmatisch genau und vor allem: unverwechselbar zur SPD-eigenen Modernisierungspolitik der "Neuen Mitte" steht, weiß auch niemand so recht zu sagen. Die "Staatsgründungspartei" CDU ist in einem desolaten Zustand. Wie es dazu kam, erklärt das Buch des Politikwissenschaftlers Gerd Langguth." __________________________ Der Kohl-Biograph Karl Hugo Pruys schreibt in der Chemnitzer "Freien Presse" (23. Oktober 2001) u.a.: Der Autor des Buches "Das Innenleben der Macht" schildere "in lebhaften Farben die einzelnen Stationen einer innerparteilichen Krise, die im Zusammenhang so noch nicht dargestellt worden ist. Genaueste Beobachtungen interner Vorgänge, Personalquerelen und private Feindschaften belegen das oft bezweifelte Faktum eines virulenten "Innenlebens" - unter besonderer Berücksichtigung ihres Jahrzehnte währenden "Vorlebens" unter dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Das ist nicht nur äußerst lehrreich im Blick auf unzählige, weithin unbekannte Einzelheiten. Es liest sich auch gut, dank einer sprachlichen Darstellungsform, die an die Routine des erprobten Autors politischer Essays gemahnt." ___________________________ | |||||||||||||||||||||||||||||