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aus: Rheinische Post, 2. Februar 2011
"Comeback ist möglich"
Politikwissenschaftler Gerd Langguth War es die richtige Entscheidung? Langguth Der Rücktritt war ein Befreiungsschlag für Guttenberg, den Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer festhalten wollten. Es war abzusehen, dass sich der Druck auf den Verteidigungsminister immer weiter erhöhen würde. Von daher kam der Schritt für mich nicht sehr überraschend. Wie geht es jetzt weiter? Langguth Die Erklärung hält ihm ein Comeback offen. Er wird sich eine Auszeit nehmen und dann genau prüfen, welche Aufgaben er übernehmen sollte und könnte. Horst Seehofer sollte sich nicht zu früh freuen – seine beiden Funktionen als Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender können bald von starkem Interesse für Guttenberg sein. Was heißt das für Angela Merkel? Langguth An ihr wird der Rücktritt nicht spurlos vorübergehen, denn Guttenberg hat sich durch seinen Entschluss von ihr losgesagt. Merkel musste bereits für ihre Aussage, sie habe einen Minister und keinen Wissenschaftler eingestellt, erhebliche Kritik einstecken. Wie sind die Folgen für die Wahlen? Langguth Auf die Landtagswahlen wird Guttenbergs Rückzug keine gravierenden Auswirkungen haben, zumal er sich sicherlich in die Landtagswahlen einschalten wird. Durch einen Rücktritt kann jemand auch neue Sympathien gewinnen – für sich selbst und für die Partei. Im Falle einer Niederlage in Baden-Württemberg wäre nicht nur Guttenberg der Schuldige. Es würden dann auch andere Faktoren gesucht – und gefunden. S. Radermacher führte das Gespräch.
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