Startseite
Infos zu meinen Lehrveranstaltungen
Universität Bonn
Archiv (bis 2000)
Foreign Languages
Homepage durchsuchen
Veröffentlichungen
Vortragsthemen
Kontakt
Lebenslauf
 

Pforzheimer Zeitung, 19. Juli 2007 

Interview mit Gerd Langguth zur Pressekonferenz Angela Merkels

"Höhepunkt der Macht"

PZ: Herr Langguth, ist Angela Merkel besser als Sie gedacht haben?
Langguth: Angela Merkel war immer schon sehr effektiv, fleißig, rational in ihren Einschätzungen, aber sie ist zweifellos in ihrer Führungsfähigkeit gewachsen. Sie hat ihr Kabinett und ihre eigene Fraktion im Griff und sie hat auf den Gipfeln internationale Statur gewonnen. Merkel ist jetzt schon auf dem Höhepunkt der Macht wie Helmut Kohl in seinen besten Jahren. Merkel hat die Ministerpräsidenten, die vor einem Jahr noch die großen Störenfriede waren, in Schach gehalten.


PZ: Was muss Sie noch lernen?
Langguth: Sie muss noch mehr lernen, was die eigentliche Rolle der eigenen Partei bedeutet. Dass die CDU nicht vernachlässigt werden darf und die Partei nicht nur ein reines Instrument zur Absicherung ihrer eigenen Macht sein darf.


PZ: Woran liegt es eigentlich, dass niemand mehr darüber redet, dass eine Frau Deutschland regiert?
Langguth: Viele sind einfach stolz darauf, dass wir als eine der ersten Industrienationen eine Frau an der Regierungsspitze haben. Und sie hat bisher viele überzeugt. 55 Prozent der Wähler würden sie bei einer Direktwahl wählen, SPD-Chef Kurt Beck nur 16 Prozent. Merkel hat gelernt, über gelungene internationale Auftritte den Kanzlerbonus voll auszunutzen.  lex