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Rheinische Post, 16. November 2007 „Merkel will auch nach 2009 große Koalition“ Von Gregor Mayntz Berlin Union und SPD gehen angesichts von drei Landtagswahlen in den Clinch und in die Schützengräben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich öffentlich bereits für ein CDU/CSU-FDP-Bündnis für die Zeit nach den Bundestagswahlen 2009 ausgesprochen. Doch Merkel-Biograf Gerd Langguth enthüllte gestern, was sich die CDU-Chefin in ihrem tiefsten Innern angeblich wirklich wünscht: „Wenn ich in ihr Herz schaue, so denke ich, dass sie eine Fortsetzung der großen Koalition durchaus will.“ Hinter vorgehaltener Hand wird diese Option bereits seit Wochen in den Berliner Parteispitzen gehandelt. Die Antworten auf die „Sonntagsfrage“ verheißen nichts Gutes für die Hoffnung auf Schwarz-Gelb auf der einen oder Rot-Grün auf der anderen Seite. Da könnte am Ende eine Wiederauflage der ungeliebten großen Koalition herauskommen. Merkel gehe nüchtern an die großen Aufgaben der Politik heran und sehe auch, dass sie bestimmte Weichen nur mit der SPD zusammenstellen können. „Die Rente mit 67 etwa wäre allein mit der FDP nicht durchsetzbar gewesen,“ so Langguth. Natürlich wäre Merkel auch ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen „ganz recht“; es würde ihr auch sicherlich „Spaß machen, Jürgen Trittin und Renate Künast zu domestizieren“. Deutschland müsse sich jedenfalls „auf längere Zeit auf eine Kanzlerin Merkel einstellen. Ihr Typus entspreche mehr dem, was Wechselwähler wollten, und nicht so sehr den Vorstellungen von CDU-Traditionalisten. Anders als Helmut Kohl sei sie aber beliebter als ihre -eigene Partei und präsentiere sich geschickt als Kanzlerin aller Deutschen. | |||||||||||||||||||||||||||||